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Juni 2016

Greif als Unternehmen hat sich zur Aufgabe gemacht:

Verpackungen zu liefern, die unseren Kunden einen ultimativen Mehrwert bieten.

Zu dem kostbaren Paket, das wir jedem unserer Kunden zur Verfügung stellen, gehört es, ihn bestmöglichst über alles zu informieren, was direkten Einfluss auf unsere Produkte und seine Lieferkette sowie jeden anderen Bereich seines Unternehmens haben könnte. Deswegen möchten wir Sie heute über einige der neuesten Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt informieren und die wichtigsten Auswirkungen, die diese Entwicklungen auf die Lieferung von Stahl für die Produktion von Stahlfässern, IBCs und dazu gehörende Verpackungen haben werden.

Was passiert auf dem Stahlmarkt?

Auch wenn die Grundlagen der globalen Stahlnachfrage weitgehend unverändert bleiben, sehen wir als Unternehmen die Stahlpreise in den weltweit wichtigsten Stahlmärkten, vor allem in China und der USA, aber auch in Europa, steigen.

Diese ungewöhnliche Situation entsteht aus einer Reihe unterschiedlicher Faktoren, die Einfluss auf die Lieferkette haben:

greifnews1• USA, Indien, Japan und jetzt auch Europa haben in den letzten Monaten Handelsschutzmaßnahmen für den Stahlimport umgesetzt, die vor allem Importe aus China, aber auch aus anderen stahlproduzierenden Ländern, betreffen.

•  Infolgedessen hat China, das mit mehr als 50% der weltweiten Produktion der wichtigste Stahlproduzent ist, beschlossen, durch Schließung seiner ältesten Anlagen (was geschätzt zu einem Verlust von bis zu 400.000 Arbeitsplätzen führen wird) seine Produktion drastisch zu reduzieren. Der Plan ist es, in den nächsten 5 Jahren 150 Millionen Tonnen weniger zu produzieren (was ca. 20% der Produktion von 2015 entspricht). Als direkte Reaktion darauf stiegen die Stahlpreise in China stark an, so dass chinesische Stahlproduzenten verständlicherweise beschlossen, sich auf die Belieferung ihres heimischen Marktes zu konzentrieren.

• Die Folge war, dass der Abwärtstrend der Exportpreise gestoppt wurde und andere große Stahlexporteure Chinas Beispiel folgten und ihre Preise ebenfalls erhöhten.

• Als direkte Folge des fehlenden Imports und der Schließung von 3 lokalen Stahlwerken, die noch vor Einführung der Handelsschutzmaßnahmen beschlossen wurden, hat dies in den USA zu einer dramatischen Eskalation der Stahlpreise von mehr als 200 $/T sowohl für kalt- als auch für warmgewalzten Stahl geführt.

greifnews2• Die US-Handelsschutzmaßnahmen haben auch direkte Auswirkungen auf Europa, insbesondere auf Tata im Vereinigten Königreich, das ein großer Exporteur nach Nordamerika war. Nach dem Verlust seiner Tonnage hat Tata zunächst entschieden, sein UK-Werk in Scunthorpe zu schließen und so 700.000 T weniger zu produzieren, und versucht nun, seine anderen UK-Werke zu verkaufen, was sowohl im britischen als auch im europäischen Parlament heiß diskutiert wurde. Es gab bereits einige Gespräche mit ThyssenKrupp über das Verschmelzen ihrer Stahlbetriebe. Da es sich hier um zwei wichtige Akteure in Europa handelt, erzeugt dies eine potentiell starke Volatilität in der Region.

• Anderswo in Europa hat die italienische Regierung im Januar beschlossen, den Besitz der gebeutelten ILVA Stahlgruppe zum Verkauf anzubieten, greifnews3darunter sieben Tochterunternehmen. Kürzlich wurde bekannt, dass Marcegaglia und ArcelorMittal ein Kaufangebot vorbereiten, was den Wettbewerb in Südeuropa erneut deutlich verringern und wiederum zu einer großen Unsicherheit im Markt führen würde.

• Vor kurzem gab es zwei technische Unfälle in europäischen Werken, in ThyssenKrupps‘ Bochumer Warmbandwalzwerk in Deutschland brach ein Feuer aus (6. Mai) und im größten Hochofen von ArcelorMittal in Dünkirchen, Frankreich, gab es eine Explosion (4. Mai). Wir wissen noch nicht, welche möglichen Konsequenzen dies für ihre Stahlproduktion hat.

Alle genannten Marktbedingungen haben großen Druck auf den Stahlmarkt ausgeübt, mit Lieferschwierigkeiten sogar auf dem Spotmarkt und plötzlichen Preiserhöhungen wie in der folgenden MEPS Tabelle dargestellt. Italien und Spanien sind mit einer Preissteigerung von jeweils +53% und +43% am stärksten betroffen.

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Es wird erwartet, dass die Stahlpreise in den kommenden Monaten weiter steigen werden.

Unser EMEA Supply-Chain-Team arbeitet eng mit unseren vertraglichen Stahllieferanten zusammen, um sicherzustellen, dass unsere Stahllieferungen nicht unterbrochen werden, um normale Produktionsmengen liefern zu können. Durch unsere bestehenden Verträge mit den größten europäischen Werken erwarten wir keine großen Lieferprobleme in den kommenden Wochen. Als Vorsichtsmaßnahme haben wir zusätzliche Bestellungen auf dem Spotmarkt getätigt, um weiterhin sicherzustellen, dass wir so weit wie möglich unsere Stahlbestände aufrechterhalten.

greifnews5.pngHinzu kommt, dass außer den Stahlpreisen auch die HDPE (Hart-Polyethylen) Preise in den letzten Wochen stark gestiegen sind.

Aufgrund der steigenden Materialpreise durch die externe Marktdynamik ist es unvermeidlich, dass die Preise für Stahlfässer, IBCs und Kunststofffässer ebenfalls steigen werden.

Wir werden Sie weiterhin über die Entwicklungen sowohl auf dem globalen als auch dem lokalen Stahlversorgungsmarkt auf dem Laufenden halten und bemühen uns als Unternehmen weiterhin darum, die beste Verpackungslösung für jeden Kundenzweck zu bieten.

Bei Fragen zögern Sie nicht, Ihren lokalen Greif Vertriebsmitarbeiter zu kontaktieren und mit ihm alternative Produktoptionen zu besprechen oder aktuelle Spezifikationen auf Möglichkeiten zu prüfen, den tatsächlichen Einfluss der vorhergesagten Kostensteigerungen, die durch Änderungen im Stahlversorgungsmarkt entstehen, zu reduzieren.


September 2015

Zweistelliger Millionen-Invest in nachhaltige Zukunftssicherung.

Greif-Standort in Mendig wird zum IBC-Kompetenzzentrum

Köln. Mit einem Investitionsvolumen in zweistelliger Millionenhöhe entwickelt die Greif Germany GmbH mit Hauptsitz in Köln ihren Standort in Mendig zum Kompetenzzentrum für Intermediate Bulk Container (IBC) in Deutschland. Unter anderem durch den Umzug der IBC-Linie aus Hanweiler sowie Einrichtung weiterer Produktionskapazitäten wird ab November 2015 der größte Teil der IBC-Produktion in das Werk nahe Koblenz verlegt, in dem Greif seit Jahren eine der größten und leistungsfähigsten Rekonditionierungsanlagen für Industrieverpackungen betreibt.

Die Zusammenlegung von Wiederaufbereitung und Produktion auf dem insgesamt 42.000 Quadratmeter großen Greif-Areal schafft nicht nur neue Arbeitsplätze. Vielmehr steht diese unternehmenspolitische Entscheidung zugleich auch für die nachhaltige Sicherung und den sukzessiven Ausbau des IBC-Geschäftes in Deutschland und Europa.

Klare Vorteile sieht Marco Krätz ebenfalls auf der Kundenseite. „Wir haben deutliche Verbesserungspotenziale erschlossen, nicht zuletzt mit Blick auf die Liefersicherheit“, so der Greif-Geschäftsführer. „Mendig wird weltweit der erste Greif-Standort sein, an dem wir absoluten Fullservice im Zusammenhang mit dem IBC-Geschäft anbieten können – von der Neuproduktion über den bundesweiten Rückholungsservice bis hin zur Rekonditionierung inklusive Rebottling und Entsorgung.“

Weitere Ausbaupotenziale / Stärkung der Marktposition

Daraus erschließen sich zusätzliche Optimierungspotenziale hinsichtlich der Ökonomisierung von produktions- und verfahrenstechnischen sowie administrativen Abläufen. Ganz abgesehen von den logistischen Aspekten, die sich mit der günstigen geografischen Lage des Werkes in der Mitte Deutschlands und der perfekten Anbindung an das Verkehrswegenetz verbinden.

In Mendig wird künftig die gesamte IBC-Range von Greif produziert. Neben dem Standard-Container mit und ohne Gefahrgutzulassung gehören auch der Food-IBC mit seiner speziellen Eignung für Transport und Lagerung von Lebensmitteln sowie der GCube Elektron dazu, ein ableitfähiger IBC für den Einsatz in Ex-Zonen. In Kombination mit Holz-, Kunststoff- oder Hybrid-Paletten sowie unterschiedlichen Armaturen und Einfüllöffnungen ergibt sich eine Vielzahl denkbarer Einsatzmöglichkeiten für flüssige bis pastöse Transportmedien.

Greif beschäftigt an dem Standort nahe Koblenz mehr als 100 Mitarbeiter. Auf einer Gesamtproduktionsfläche von 7.400 Quadratmetern wird ein Durchlauf von jährlich rund 500.000 Verpackungen (Reko- und Neu-IBC) realisiert.

„Wir sehen hier beste Chancen, unseren Standort in Mendig dauerhaft als >Center of Excellence< zu etablieren“, erkennt Marco Krätz hervorragende Aussichten für das künftige IBC-Engagement in Deutschland. Nicht zuletzt die mit der jetzigen Investition verbundenen Chancen auf einen weiteren Ausbau der Produktionskapazitäten seien ein deutlicher Beweis für die konsequente Verfolgung der Unternehmensphilosophie Greif. The safe Choice.“

„Mit der offiziellen Inbetriebnahme der IBC-Produktion in Mendig im Rahmen einer Eröffnungsveranstaltung am 27. November 2015 werden wir innerhalb der Wettbewerbslandschaft unsere Position als vertrauensvoller, leistungsstarker und sicherer Partner festigen und weiter ausbauen,“ bilanziert der Greif-Geschäftsführer.


Facts & Figures

Mit rund 16.000 Mitarbeitern an weltweit mehr als 250 Standorten rund um den Globus ist Greif heute der weltweit führende Anbieter industrieller Transportverpackungen (Fibre-, Stahl- und Kunststoff-Fässer; Behälter aus Wellpappe; Intermediate Bulk Container / IBC; Wellpappe zum Transportschutz; Mehrlagenversandboxen und Containerboards).

Das Unternehmen wurde 1877 von deutschen Auswanderern in den USA gegründet. Noch heute befindet sich der Hauptsitz im amerikanischen Delaware / Ohio.

Seit 1928 betreibt Greif sein Deutschlandgeschäft – heute von Köln aus – mit Produktionsstandorten in Hamburg, Attendorn, Monzingen, Köln, Hückelhoven und Mendig. Exportmärkte sind Skandinavien, Benelux, Österreich, Schweiz, Frankreich und Osteuropa. Schwerpunkt der Produktion in Deutschland: Stahlfässer, Kombifässer aus Stahl und Kunststoff, Kleingebinde aus Stahl sowie weitere Verpackungssysteme aus Kunststoff, Fibre, IBCs und Rekonditionierung von Verpackungen. Rund 400 Mitarbeiter erwirtschaften einen Jahresumsatz von 130 Millionen Euro.


18.11.2013

Auch Greif reagiert auf schwierige Markt-Vorgaben

Aufgrund unverändert schwierigerUmfeldbedingungen für die Hersteller industrieller Transportverpackungen muss jetzt auch Greif das Preisniveau an die Marktsituation anpassen.

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12.03.2013

Preise für Fibre Trommeln ab 15. April 2013

Für Lieferungen ab 15. April 2013 ist die Anpassung unserer Preise für Fibre Trommeln um 5,8 % notwendig geworden.

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10.10.2012

Neue Preise für Stahlfässer ab 01. November 2012

Für Lieferungen ab 01. November 2012 ist die Anpassung unserer Preise für Stahlfässer um 7,6 % notwendig geworden.

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29.03.2012

Neue Preise für Stahl- und Kunststofffässer

Ab dem 15. April 2012 erhöht die Greif Germany GmbH die Preise

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